Welches Nebelfluid ist das Beste?

Fast alle Lichttechniker verwenden Nebelmaschinen, um ihre Lichteffekte im Raum sichtbar zu machen. Solche Maschinen verdampfen eine bestimmte Flüssigkeit, das sogenannte Nebelfluid. Doch wie geht das, was ist Nebelfluid überhaupt und für welches sollte man sich entscheiden?

Wie funktioniert eine Nebelmaschine?

Um herauszufinden, welches Nebelfluid für den eigenen Zweck am besten geeignet ist, sollte man sich zunächst die Funktionsweise einer Nebelmaschine genauer anschauen: In den kompakten Geräten wird bei etwa 250 Grad ein Gemisch aus etwa 40 bis 60% destilliertem Wasser und entsprechend zwischen 60 bis 40% Polyethylenglykol unter Druck erhitzt. Löst man die Fernbedienung der Maschine aus, so wird der produzierte Nebel ausgestoßen. Der Kunstnebel ist also nichts als Wasserdampf, der wegen des Glykols jedoch länger in der Luft stehen bleibt. Der Nebel ist also nicht gesundheitsgefährdend. Zu diesem Ergebnis kommt auch der TÜV Rheinland, der in einem Sicherheits-Datenblatt zu dem Schluss kommt, dass der Nebel an sich sei in keiner Dosierung gesundheitsschädlich oder bedenklich sei und die einzige Gefahr bestünde bei zu dichtem Nebel gegen Pfosten zu laufen oder über herumliegende Gegenstände zu stolpern.

nebelmaschine

Von B bis E: Das optimale Nebelfluid für jeden Zweck

Je nach dem, wie hoch der Glycolanteil im Nebelfluid ist, löst sich der Nebel schneller oder langsamer im Raum auf. Die Firma Eurolite ist einer der bekanntesten Hersteller und bietet Fluide in vier verschiedenen Stärken an:

  • Fluid B: Geringe Nebeldichte bei geringer Standzeit
  • Fluid C: Geringe Nebeldichte bei mittlerer Standzeit

Diese beiden Fluide sind ideal, wenn man eine Nebelmaschine über einen Timer im Indoorbereich betreibt. Wenn öfter automatisch nachgenebelt wird, und man in kurzen Intervallen Nebelwolken vor den Lichteffekten haben möchte, die jedoch bald wieder verziehen, so sind die Fluide B und C ideal. Der Vorteil ist, dass die in der Anschaffung günstig sind (5 Liter kosten etwa 11 Euro, wenn man das richtige Angebot erwischt). Als Nachteil kann empfunden werden, dass sie sich schneller aufbrauchen.

  • Fluid P: Mittlere Nebeldichte bei mittlerer Standzeit

Dieses Fluid ist der absolute Klassiker und ist in Partykellern und allen normalen Nebelmaschinen bestens aufgehoben. Es produziert einen relativ dichten Nebel, der sich nach etwa 10 Minuten wieder verzieht. Es ist für gute 13 Euro im 5-Liter-Kanister zu haben. Meiner Erfahrung nach hält das Nebelfluid bei einer Partynacht pro Woche mindestens sechs Monate lang. Abhängig natürlich von der Größe des Raums und den eingestellten Abständen des Nebelns.

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  • Fluid E: Hohe Nebeldichte bei langer Standzeit

Das E steht für extrem und das ist dieses Fluid auch. Nicht im Preis, denn 5 Liter schlagen mit etwa 15 Euro noch recht moderat zu Buche (dafür, dass das Fluid extrem ergiebig ist), sondern in der Nebeldichte: Die Nebelmaschine stößt dicke Wolken aus, die ein Zimmer sehr langanhaltend in Nebel tauchen. Wer nicht oft nachnebeln möchte und einen konstanten, dichten Nebel braucht, kann getrost zu diesem Fluid greifen. Gerade bei kleineren Räumen kann das Fluid E aber fast zu intensiv sein – schließlich möchte man seine Mitmenschen ja auch noch sehen…

Aufgepasst vor dubiosen Mischungen

Neben vielen seriösen Anbietern von Nebelfluid gibt es in diversen Internetshops und auf Ebay auch günstigere Mischungen. Doch hier heißt es aufpassen und vergleichen: Nicht immer stimmt die Qualität von günstigen Nebelfluids. So ist laut Kundenrezensionen beispielsweise das pinke Fluid, welches mancherorts zu haben ist, sehr geruchsintensiv. Meine Erfahrung zeigte, dass bei einem großen Elektronikkaufhaus ein sich sehr schnell auflösendes Fluid für satte 23 Euro verkauft wird – stolzer Preis für eine wässrige Eigenmarke. Günstige Mischungen enthalten häufig mehr Wasser und der Nebel löst sich dadurch schneller auf.

Nebelmaschinen-Nebelfluid

Fazit: Warum Fluid P meine erste Wahl ist

Alles in Allem sollte man sich vor dem Kauf von Nebelfluid überlegen, wie häufig man neue Nebelwolken haben möchte und wie dick der Nebel sein sollte. Natürlich spielt auch die Größe des Raumes eine Rolle. Meiner Erfahrung nach fährt man mit dem Fluid P meistens sehr gut. Es vereint eine gute Nebeldichte mit einer mittellangen Standzeit und ist so für viele Anwendungen gut geeignet. Es ist nicht zu extrem von der Nebelentwicklung, verschwindet aber auch nicht gleich nach wenigen Minuten. Eine gute Mittellösung einfach. Angesichts der überschaubaren Kosten für gutes Nebelfluid würde ich von günstigen Noname-Mischungen abraten.

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